Anhang:Spezies/Equisetum arvense

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Equisetum arvense
Equisetum arvense nf.jpg
Systematik
Superregnum: Eukaryota
Regnum: Plantae
Phylum: Tracheophyta
Divisio: Pteridophyta
Classis: Equisetopsida
Ordo: Equisetales
Familia: Equisetaceae
Genus: Equisetum
Subgenus: E. subg. Equisetum
Species: Equisetum arvense
Bioloogsche Nomenklatur
Linnaeus, C. von (1753)
bekannte Namen in de Dialekten


Anmerkung: problematische Übersetzungen

Es gibt in Norddeutschland, Westfalen etc. diverse Schachtelhalmarten, unter anderem den Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense) und den Sumpfschachtelhalm (Equisetum palustre); das Problem ist, dass in einigen Wörterbüchern nicht zu erkennen ist, ob die Arten vom Wörterbuchautor sauber auseinandergehalten wurden, oder ob die jeweiligen Wörter sich gegebenenfalls auf mehrere Arten beziehen, auch wenn als Übersetzung bspw. nur der Ackerschachtelhalm angegeben ist. An feuchten Standorten besteht zudem die Gefahr der Verwechslung, da es für Laien schwierig ist, Acker- und Sumpfschachtelhalm auseinander zu halten[1], so dass letztlich bei jeder plattdeutschen Übersetzung insbesondere zu prüfen ist, ob nur eine der beiden Arten gemeint ist oder eventuell beide. Normale Wörterbücher sind daher nach meiner Meinung insoweit mit viel Vorsicht zu gebrauchen, denn leider sind die nicht unbedingt besonders präzise, wenn eine solche Problematik auftritt. Folgende gefundene Bezeichnungen wurden daher noch nicht in der vorstehenden Taxobox aufgenommen:

  • Mönsterlannsch:
    • Ackerkrockel[2] Siehe Anmerkung zu Krockel
    • Imkruud[2]
    • Hiärmsk[2]
    • Kattenstiärt[2] Bei Pritzel ist der "Katzenschwanz" für Mecklenburg (Kattenstirt), Pommern (Kattstert)und Mark Brandenburg (Katzenstert) nur auf den Sumpf-Schachtelhalm bezogen.[3] Das schließt aber noch nicht endgültig aus, dass auch dort andere Schachtelhalmarten als "Katzenschwanz" bezeichnet werden, zudem sagt das nichts in Bezug auf andere Dialekte aus, da es insoweit im westfälischen Bereich anders sein kann und damit nur der Ackerschachtelhalm gemeint ist. Dher ist die Übersetzung hier nicht sicher, kann aber richtig sein.
    • Krockel[2] sonst bisher keine weiteren Nachweise gefunden, aber wegen dem Ackerkrockel ist anzunehmen, dass Krockel allgemein letzlich mehrere Schachtelhalmarten meint, der Ackerkrokel aber speziell Equisetum arvense, unter Sumpfschachtelhalm gibt Kahl als Übersetzung Huolkrögel und Viënkrockel[2], eine Übersetzung zu Schachtelhalm findet sich dort im deutsch-münsterländisch-Teil nicht. im münsterländisch-deutsch Teil findet sich bei Krockel nur die Übersetzung Ackerschachtelhalm [4]. Das Ganze könnte auch dafür sprechen, dass im heutigen Sprachgebrauch mit Krockel auch immer nur der Ackerschachtelhalm als Kurzform von Ackerkrockel gemeint ist, aber sehr wahrscheinlich ist das nach meiner Meinung nicht, da sich wahrscheinlich nicht die Sprecher immer Gedanken dazu machen, ob sie nun Acker- oder Sumpfschachtelhalm oder noch eine andere Sorte vor sich haben, dann werden die einfach Krockel sagen und fertig. Nur wenn es wichtig ist, werden sie unterscheiden und genau bspw. zwischen Acker- und Viënkrockel unterscheiden. Jedenfalls ist das in den meisten Sprachen wohl so, dass man solche feinen Unterscheidungen nur vornimmt, wenn sie auch wirklich wichtig sind, da wird das nicht gerade bei Münsterländer anders sein. Daher gehe ich als Hypothese davon aus, dass Krockel der Oberbegriff für mehrere Krockel-Spezies ist, Ackerkrockel und Viënkrockel die konkrete Spezies bezeichnet. Bei Gehle ist keine Übersetzung zu Ackerschachtelhalm, Sumpfschachtelhalm und Schachtelhalm zu finden.[5]
    • Scharprüüsken[2]
  • Vest Recklinghusen:
    • Kattenstatt[6] Bei Pritzel und Jessen ist der "Katzenschwanz" für Mecklenburg (Kattenstirt), Pommern (Kattstert)und Mark Brandenburg (Katzenstert) nur auf den Sumpf-Schachtelhalm bezogen.[7] Das schließt aber noch nicht endgültig aus, dass auch dort andere Schachtelhalmarten als "Katzenschwanz" bezeichnet werden, zudem sagt das nichts in Bezug auf andere Dialekte aus, da es insoweit im westfälischen Bereich anders sein kann und damit nur der Ackerschachtelhalm gemeint ist. Daher ist die Übersetzung hier nicht sicher, es spricht eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass Sumpf- und Ackerschachtelhalm verwechselt wurden, kann aber eventuell auch richtig sein.


? Referenzen un wiederföhren Informatschonen[ännern]

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Acker-Schachtelhalm#Verwechslungsm%C3%B6glichkeiten
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 Kahl, Klaus-Werner, Wörterbuch des Münsterländer Platt, 3. Auflage Münster 2009
  3. Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, Seite 141 f Online, leider teilweise verstümmelt
  4. Kahl, Klaus-Werner, Wörterbuch des Münsterländer Platt, 3. Auflage Münster 2009, 384
  5. Gehle, Heinrich, Wörterbuch westfälischer Mundarten, Hochdeutsch - Plattdeutsch, Münster 1977
  6. Stratmann-Täpper, Hedwig, Schäper, Hans, Use Platt van A büs Z, Wörterbuch Kirchhellener Platt, Hochdeutsch-Plattdeutsch, Nr. 43 der Schriftenreihe des Vereins für Orts- und Heimatkunde Kirchhellen, Bottrop-Kirchhellen 2012
  7. Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, Seite 141 f Online, leider teilweise verstümmelt
  8. 8,0 8,1 8,2 Danneil, Johann Friedrich: Wörterbuch der altmärkisch-plattdeutschen Mundart. Schmidt in Komm., Salzwedel 1859, 77, Online: Bayrische Staatsbilbliothek Digital